Kolumne

Na super, Mann!

Mittwoch, 23. Juli 2014

Heute machen wir ein bisschen auf Heulsuse: Wir Herren haben´s so schwer!

Männer sind Schweine. Und zwar ganz arme Schweine.

Vielleicht wissen sie es ja, aber deshalb wir,... die Menschheit aussterben.

Denn unsereins streut zwar weiterhin fleißig seinen Samen, allerdings immer häufiger allein ins Tempotaschentuch mit Aviolageruch oder wer weiß wo hin. Warum?

Weil Frauen immer anspruchsvoller werden. Der Blick in eine beliebige Dating-Plattform enthüllt: Wer als Mann noch eine Chance haben will, muss den goldenen Leistungswimpel im Standardtanz (und mindestens einen Bronzenen im Salsa, versteht sich), einen Waschbrettbauch, einen Knackarsch, Pianisten Hände, den Humor des gesamten Harald-Schmidt-Gagschreiberteams und einen Blick zum Verlieben haben. Schön soweit.

Außerdem soll er „Gedanken lesen können“ (Zitat einer Frau bei Friendscout.de), besser kochen als Tim Mälzer, sich um drei Kinder kümmern, reich und bis auf den Kopf Ganzkörperrasiert sein. Was kommt als Nächstes?

Müssen wir Stöckelschuhe tragen, samstags acht Stunden bei IKEA bummeln, beim Einparken Dellen ins Auto machen, uns dick fühlen, Desperate Housewives oder Verliebt in Berlin gucken, vor Spinnen Angst haben, einmal im Monat bluten und unser Gehirn rausoperieren lassen, damit frau uns liebt?
Ja, so ist es. Kein Scherz. Das belegen neuste Studien, die sagen, dass es 42% Prozent der Damen wichtig ist, dass ein Mann intelligent ist. Dafür wünschen sich 92-100% einen Mann mit durchtrainiertem Körper. Wäre ja alles in Ordnung, wenn das auch für Frauen gelten würde. Wenn ein Mann aber in seinem Dating-Profil angeben würde, dass er sich keine Angebetete mit Orangenhaut wünscht, dann gilt er bestenfalls als oberflächlich. Viel wahrscheinlicher aber als Chauvi-Drecksschwein. Alle Frauenrechtler senket eure Finger.

Ich habe nix gegen Emanzipation, aber bei manchen Feministinnen kommt es mir vor, als würden sie gerne im Stehen Klobrillen anpinkeln, um im Stehen Klobrillen anzupinkeln.

Junge Mütter und Hausfrauen die ihrem Lebensgefährten gern mal ein Bier bringen, müssen sich dann vor ihren emanzipierten Freundinnen verteidigen. Nein, da stinkt doch was.

Und das ist nicht das drei Monate alte Truthahn-Sandwich in meiner Schublade. Die Frau fürs Leben zu finden, wird immer schwieriger. Ich bin schon mittlerweile geneigt, was mit einem Kerl anzufangen. Ein Blick auf Männer, wie Alice Schwarzer hält mich dann doch zurück.

Lieber unglücklich und allein, als mit so was zu verkehren.

In diesem Sinne: Ein schönes Leben noch… Mark D.

Und wie recht er hat, wir sollten unsere Suchparameter bezüglich Partnersuche gründlich überdenken. Wo können Männer noch Männer sein? Die Rollenverteilung hat eine mächtige Schieflage bekommen. Sicher gibt es einige wirklich gute Errungenschaften dank der Emanzipation.

Aber, liebe Ladys was wollt ihr denn nun? Der Mann soll die Autotür aufhalten, das Restaurant zahlen, mich auf Händen tragen, wie eine Prinzessin behandeln… und dann fangt ihr an über „das rausbringen von Mülleimern“   mit ihnen zu diskutieren.

Prinzessinnen diskutieren aber nicht über Mülleimer.

Im Alltagsleben ist die Rollenverteilung sicherlich schwierig zu definieren. Jedoch gibt es einen Bereich wo für mich die Sachlage völlig klar ist.

Wenn der Mann mit der Hacke die Tür vom Schlafzimmer schließt, bin ich Frau und er Mann… Punkt!!!
Ausnahmen gerne mal genommen.

Gabriella Christ