Kolumne

Wenn die Börse Brötchen backt...

Dienstag, 11. September 2018

Handwerk hat goldenen Boden...in der Vergangenheit, jetzt und in der Zukunft.

Es gibt immer weniger Fachräfte/Mitarbeitr.Immer mehr Billigarbeiten, meistaus dem Ausland, aber nicht nur.

Nur von billig können keine Menschenwürdigen Löhne gezahlt werden.

 

Image und Wertschätzung des Handwerks.

Die jetzige Generation hat den gesellschaftlichen Druck

"ohne Abitur und Studium wirst du nix".

Insbesondere bei Handwerksberufen wie dem Friseur heißt es oft

"da verdienst du doch nichts, lern was Anständiges"

Die Geiz ist geil Menthalität tut ihr übriges.

Mit welcher Leichtigkeit einem Anwalt zum Beispiel ein Stundenlohn von 250,-und viel mehr gezahlt wird damit er für Recht sorgt... Tja ein Jurastudium dauert auch ca. acht bis zehn Semester und muss sich am Ende ja refinanzieren.

Eine einfache Friseurausbildung zum Gesellen aber auch schon srchs Semester (drei jahre).Und wenn er noch den Master macht sind es sieben bis acht Semester...

Ist der Friseur dümmer und verdient deshalb so wenig?

In anderen Handwerksberufen ist es etwas besser, weil dort der Mangel an Fachkräften noch viel größer war und ist.

Wirtschaftlichkeit der Betriebe und Verdienstmöglichkeiten der Mitarbeiter.

Unternehmerisches Denken will gelernt sein. Wird aber leider weder in der Gesellenausbildung noch auf Meisterschulen ausreichend gelehrt.

Das eignen sich erfogreiche Chefs durch weitere Seminare/Weiterbildung selbt an. Natürlich auf eigene Kosten.

Ein Hochschulstudium hingegen ist in Deutschland kostenlos...Warum ist eine gleichwertige Ausbildung (Meisterbrief) und sehr geringes Lehrlingsgehalt) sooooo teuer.

Um dann am Ende oft nicht den Bruchteil eines "Studierten" zu verdienen.

Es muss dringend reformiert werden.

Die Ausbildung im Handwerk...Die Veränderung des Bewusstseins und des damit verbundenen Umdenkens...das Denken hat deutlich mehr Gewicht bekommen, durch veränderte Technologien und die veränderte Marktsituation.

Es gibt kaum noch Nachwuchs. Von zehn Azubis brechen 3,8 vorzeitig ab. Und 4,2werden den Beruf nicht ausüben. Der Rest teilt sich auf in sofort den Master machen(um als Selbsständiger mehr Geld zu verdienen)...und ein sehr kleiner Teil macht es mit Herz und Leidenschaft. Zumindest so lange sie genug verdienen oder auf Geld nicht angewiesen sind.

Hier muss schon im Keim umgedacht werden. Von Beginn der Ausbildung, wenn nicht sogar schon in den Schulen.

Es müssen andere neue Ausbildungsbereiche geschaffen werden. Damit die Qualifikation deutlich höher nach dem Abschluss ist.

Wir brauchen Lösungen in der Praxis, welche oft durch bürokratische Verkrustungen behindert werden.

Und wir brauchen Handwerksbetriebe welche nicht nur ihr eigenes kleines Süppchen kochen.

Sondern sich endlich zusammen tun um diesem globalen Problem des Fachkräftemanges entgegen zu wirken. Dem Handwerker zu einem besseren Image und zu mehr Wertschätung zu verhelfen.

Denn von "Börse" alleine werden wir nicht satt, haben bald kein Dach mehr über dem Kopf und unsere Haare haben alle einen Einheitsschnitt.

Handwerk sollte wieder goldenen Boden haben.

(Gabriella Christ)